Oldenburg, 19.09.2025. Aktuell könnten bis zu vier Generationen an einem Arbeitsplatz zusammentreffen: die Babyboomer, die Generation X, die Millennials und die Gen Z. Zwar gebe es deutliche Unterschiede zwischen den Generationen. „In zentralen Aspekten für das Miteinander in einer Gesellschaft unterscheiden sich jüngere und ältere Menschen aber kaum. Familie, Gesundheit und Freiheit und Tugenden wie Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft werden generationenübergreifend als sehr wichtig eingeschätzt“, begrüßte Martin Steinbrecher, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Oldenburg (AGV), zur Preisverleihung des Auszubildenden-Preises „Kompass 2025“.
In diesem Jahr erhielten Anna Grever, BD Academy GmbH, Vechta, und Leon Kramer, Steelwind Nordenham GmbH, den mit jeweils 1.200 Euro dotierten Auszubildenden-Preis. Der „Kompass“ wird in zwei Kategorien verliehen. Anna Grever gewann in der Kategorie „Kaufmännische Auszubildende“. Sie ist Auszubildende zur Kauffrau für Marketingkommunikation. Leon Kramer setzte sich in der Kategorie „Gewerblich-technische Auszubildende“ durch. Er ist Auszubildender zum Elektroniker für Betriebstechnik.
Da ihre Bewerbungen sehr gut waren, aber nicht ganz für den „Kompass“ reichten, wurden Mieke Renken, Hans Christian Arlinghaus und Nico Kelm mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet. Mieke Renken macht eine Ausbildung zur Kauffrau für Versicherungen und Finanzanlagen bei den Öffentliche Versicherungen Oldenburg, Hans Christian Arlinghaus ist Auszubildender zum Kaufmann für Digitalisierungsmanagement bei der BD Academy GmbH in Vechta und Niko Kelm ist Auszubildender zum Industriekaufmann bei den Stadtwerken Soltau GmbH & Co. KG. Der Anerkennungspreis ist mit je 500 Euro dotiert.
Martin Steinbrecher ging in seiner Begrüßungsrede auf die Schwierigkeiten ein, die jede Generation mit der nachfolgenden habe. „Das Urteil von Generationen über die ihr folgenden ist immer auch von Klischees und Vorurteilen geprägt. Und so wird es auch bleiben“, sagte der AGV-Vorsitzende.
Zur Generation Z sei, so Steinbrecher, aber zu sagen: „Die 20- bis 24-Jährigen in Deutschland arbeiten so viel wie lange nicht mehr. Seit 2015 sei die Erwerbsbeteiligung dieser Altersgruppe um mehr als sechs Prozent auf rund 70 Prozent überdurchschnittlich gestiegen, teilt das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung mit. Das sei der höchste Stand seit Jahrzehnten. Fazit der Forscher: „Die jungen Leute sind fleißig wie lange nicht mehr.
Mit dem „Kompass“ zeichnet der Arbeitgeberverband Oldenburg jedes Jahr besonders kreative, engagierte und qualifizierte Auszubildende aus, denn sie sind Vorbilder für junge Menschen. Bewertet werden nicht nur gute Leistungen in der Berufsschule, sondern auch die engagierte Mitarbeit im Unternehmen und außerberufliche Aktivitäten.
